Kurz gesagt: Der Rechner nimmt Ihre Raumfläche und zeigt einen Bereich der Kühlleistung in Watt und in BTU pro Stunde. Grundlage sind Faustwerte von 60 bis 100 Watt je Quadratmeter, die Verbraucherzentrale NRW, Öko-Institut mit Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und das Landesamt LANUV nennen. Das Ergebnis ist eine Näherung und kein Ersatz für Fachplanung.
Faustwert/Näherung: Näherung. Tatsächlicher Bedarf hängt u. a. von Dämmung, Fensterfläche und Sonnenschutz ab. Kein Ersatz für Fachplanung.
Wie der Rechner rechnet
Sie geben die Raumfläche in Quadratmetern ein. Mehr ist nicht nötig, und das ist Absicht: Jede weitere Eingabe, etwa die Zahl der Personen oder der Geräte im Raum, würde Genauigkeit vortäuschen, die wir mit Quellen nicht belegen können. Der Rechenweg ist offen und besteht aus drei Schritten:
- Untere Grenze: Fläche in m² mal 60 Watt je m².
- Obere Grenze: Fläche in m² mal 100 Watt je m².
- Umrechnung in BTU pro Stunde: Watt mal 3,412 (genauer: 1 BTU pro Stunde sind 0,29307107 Watt; Watt mal 3,412142 ergibt BTU pro Stunde, umgekehrt teilt man BTU pro Stunde durch 3,412142).
Das Ergebnis erscheint als Bereich, zum Beispiel „1.200 bis 2.000 Watt (rund 4.090 bis 6.820 BTU pro Stunde)“ für 20 Quadratmeter; die BTU-Werte sind auf 10 gerundet. Einheiten werden ausgeschrieben, damit Screenreader sie vorlesen können. Die Zwischenwerte stehen als nummerierte Liste neben dem Ergebnis.
Woher die Faustwerte stammen
Die Spanne von 60 bis 100 Watt je Quadratmeter ist keine Normvorgabe, sondern ein Richtwert aus drei Quellen:
| Quelle | Aussage | Stand |
|---|---|---|
| Verbraucherzentrale NRW | Für einen ganzen Raum sollte das Gerät „mindestens 60 Watt pro Quadratmeter Kühlleistung“ haben. | 04.08.2026 |
| Faltblatt von Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und Öko-Institut | „Faustformel: 60 bis 100 W pro m² (je nach Dämmstandard und Sonneneinstrahlung)“. | Faltblatt von 2013 |
| LANUV NRW (Pressemitteilung) | „Bei zwei Kilowatt Kühlleistung sollte der Raum nicht größer als 20 Quadratmeter sein.“ Das entspricht 100 Watt je Quadratmeter. | 27.06.2019 |
Zwei der drei Quellen sind älter. Wir nennen sie mit Jahr, weil sich Geräte und Label seit damals geändert haben können. Die Spanne passt aber zusammen: Die Verbraucherzentrale NRW nennt die untere Grenze, das Faltblatt die Spanne, das Landesamt die obere Grenze. Welchen Wert Sie innerhalb der Spanne ansetzen, hängt laut Faltblatt von Dämmstandard und Sonneneinstrahlung ab. Ein Raum unter dem Dach mit Sonne auf dem Fenster liegt eher am oberen Ende.
Tabelle ohne JavaScript
Wenn Ihr Browser den Rechner nicht ausführt, nutzen Sie diese Tabelle. Sie ist aus der Formel berechnet und gerundet.
| Raumfläche | Bereich der Kühlleistung | Bereich in BTU pro Stunde (gerundet) |
|---|---|---|
| 10 m² | 600 bis 1.000 W | 2.050 bis 3.410 |
| 15 m² | 900 bis 1.500 W | 3.070 bis 5.120 |
| 20 m² | 1.200 bis 2.000 W | 4.090 bis 6.820 |
| 25 m² | 1.500 bis 2.500 W | 5.120 bis 8.530 |
| 30 m² | 1.800 bis 3.000 W | 6.140 bis 10.240 |
Beispiel, keine Messung. Die Werte sind Rechenergebnisse der Faustformel und keine Angaben zu einem Gerät. Wie Sie BTU und Kilowatt umrechnen und warum Datenblattangaben leicht abweichen können, steht in BTU und Kilowatt: Kühlleistung richtig umrechnen.
Kühlleistung ist nicht Stromverbrauch
Ein Gerät mit 2.000 Watt Kühlleistung nimmt nicht 2.000 Watt Strom auf. Die Kühlleistung beschreibt, wie viel Wärme das Gerät abführen kann. Die elektrische Leistungsaufnahme steht auf dem Typenschild und im Datenblatt. Das Verhältnis aus beiden ist der EER: Kühlleistung geteilt durch Leistungsaufnahme. Ein Datenblatt eines Klarstein-Modells nennt als Beispiel eine Kühlleistung von 3,4 Kilowatt bei einer Leistungsaufnahme von 1,3 Kilowatt, also einen EER von 2,6. Was das Etikett sonst noch angibt, steht unter Energielabel und EER lesen. Die Stromkosten rechnen Sie im Stromkosten-Rechner.
Was die Faustformel nicht erfasst
Die Spanne berücksichtigt Dämmung und Sonne nur grob. Nicht in der Rechnung stehen:
- Sonne und Lage: direkte Sonne auf Fenstern, Dachlage, Himmelsrichtung. Sonnenschutz und Lüften nennt das Umweltbundesamt als ersten Schritt (Stand 23.06.2026).
- Wärmequellen im Raum: Computer, Drucker, Kaffeemaschine und andere Geräte, die laut Umweltbundesamt auch im Stand-by Wärme abgeben (Seite von 2014).
- Personen und Nutzung: Hersteller führen in ihren Anleitungen viele Personen und starke Wärmelast als Gründe an, warum ein Gerät den gewünschten Komfort verfehlen kann.
- Undichte Stellen: offene Fensterspalte und Türen, durch die Außenluft nachströmt.
- Fensterfläche und Dämmung: große Glasflächen und schlechte Dämmung erhöhen den Bedarf.
Die Seite Kühlleistung nach Raumgröße erläutert diese Einflussfaktoren ausführlicher und zeigt, wann ein Gerät zu klein wirkt. Wenn Ihr Gerät läuft, aber nicht genug kühlt, hilft die Diagnose unter Klimagerät kühlt nicht richtig. Für Räume unter dem Dach ist die Dachgeschosswohnung die passende Seite.
So lesen Sie das Ergebnis
- Liegt das Angebot unter der unteren Grenze? Dann ist das Gerät für die Fläche eher klein gewählt; Hersteller nennen eine unpassende Leistung als mögliche Ursache für „läuft, kühlt aber nicht“.
- Liegt es in der Spanne? Dann hängt es von Sonne und Wärmequellen ab, ob es reicht. Rechnen Sie bei Dachlage und Südfenstern mit der oberen Grenze.
- Liegt es darüber? Mehr Leistung bedeutet nicht automatisch mehr Komfort. Prüfen Sie Geräuschangabe und Leistungsaufnahme im Datenblatt.
Der Rechner nennt kein Gerät. Wenn Sie wissen, welche Leistung Sie suchen, hilft die Auswahlhilfe, eine Bauart zu finden. Bauarten und Produktraster zeigt die Seite Mobile Klimageräte im Überblick.
Ein Beispiel Schritt für Schritt
Beispiel, keine Messung: Ein Wohnzimmer hat 22 Quadratmeter und liegt im obersten Stock mit Südfenster.
- Untere Grenze: 22 mal 60 Watt sind 1.320 Watt.
- Obere Grenze: 22 mal 100 Watt sind 2.200 Watt.
- Umrechnung: 1.320 Watt entsprechen rund 4.500 BTU pro Stunde, 2.200 Watt rund 7.500.
- Einordnung: Wegen Dachlage und Südfenster ist die obere Hälfte der Spanne ein vernünftiger Ausgangspunkt. Ob ein Gerät mit einer Kühlleistung in diesem Bereich reicht, hängt von Sonnenschutz, offenen Fenstern und Wärmequellen ab.
Der Wert gilt für die Kühlleistung, nicht für die Stromaufnahme. Schauen Sie im Datenblatt des Angebots auf die Angabe zur Kühlleistung in Kilowatt und auf das Label, bevor Sie BTU-Werte vergleichen; die Gründe nennt die Seite zur Umrechnung.
Typische Missverständnisse
- „Mehr Watt kühlen schneller, also nehme ich das größte Gerät.“ Hersteller nennen für „kühlt nicht“ neben zu kleiner Leistung viele andere Ursachen wie Schlauch, Fenster und Wärmequellen. Eine größere Leistung ersetzt keinen dichten Schlauchweg.
- „Die Faustformel ist eine Norm.“ Ist sie nicht. Sie ist ein Richtwert aus Verbraucherquellen und kein Ersatz für eine Kühllastberechnung.
- „Die BTU-Zahl auf dem Karton ist die Stromaufnahme.“ BTU pro Stunde beschreibt Wärmeleistung, nicht Strom.
Zubehör: Temperatur und Luftfeuchte messen
Ein Thermometer mit Hygrometer zeigt Ihnen, wie warm und wie feucht der Raum ist, bevor und nachdem Sie Maßnahmen ergreifen. Die Angaben der Geräte sind nicht geeicht; sie taugen für Vergleiche im eigenen Raum und nicht als genaue Messung.
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Quellen und Stand (Abruf 20.10.2026)
- Verbraucherzentrale NRW, „Hilft eine Mini-Klimaanlage gegen die große Hitze?“, Stand 04.08.2026
- Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und Öko-Institut, Faltblatt „Energieverbrauch von Raumklimageräten“, Erstellung 01/2013
- LANUV NRW, Pressemitteilung „Mobile Klimageräte gegen die Hitzewelle?“, 27.06.2019
- Umweltbundesamt, „Gegen die Hitze“, zuletzt aktualisiert 23.06.2026; „So bleibt die Hitze draußen“, 21.07.2014
- rapidtables.org, Umrechnung BTU/h in Watt, Abruf 20.10.2026
- Datenblatt (nach Verordnung (EU) Nr. 626/2011) eines Klarstein-Klimageräts, Abruf 20.10.2026
Redaktionell recherchiert und verglichen, keine physischen Tests, keine eigenen Messwerte. Stand: 20.10.2026. Arbeitsweise und Werbung: Offenlegung.